Im Sommer nahmen wir das erste Mal Kontakt mit der Stadt Rzepin auf, wir wurden freundlich und offen empfangen.
Nach mehreren Treffen, inkl. dem Bürgermeister der Stadt Rzepin, entstand die Idee eines gemeinsamen Trainingstages, sodass sich die Kinder und die Trainer besser kennenlernen können und so auf Dauer eine Kooperation entsteht. Gesagt getan, zuerst waren die Herbstferien angepeilt, die es aber auf polnischer Seite nicht gibt und so entschieden wir uns den 30.12.2025 zu nutzen.
So reisten knapp 60 polnische Junioren, darunter 5 Trainer nach Beeskow an. Auch unsere Preußenschmiede war mit knapp 60 Junioren und den Trainern, Torsten, Robin, Wolfgang, Sebastian S., Martin dabei. 09 Uhr fand die Begrüßung statt, die unser Bürgermeister Robert Czaplinski vornahm, natürlich immer mit der passenden Übersetzung für unsere polnischen Partner. Vorher noch schnell die gemeinsamen Trainingsshirts verteilen, mit den gemeinsamen Logos und den Städtenamen auf dem Rücken. Im Anschluss teilten wir die Trainingsgruppen ein, bunt gemixt und nutzten hierzu beide Sporthallen, die voll ausgelastet waren. Wer denkt das Sprache ein Hindernis ist, der irrt gewaltig, der Sport verbindet. Die Rzepiner Übungsleiter waren super drauf und übernahmen gleichermaßen Trainingsgruppen, in Englisch, Deutsch oder Zeichensprache achteten sie auf die Einhaltung der Trainingsübungen. Nun hieß es erst Erwärmung und dann Training. Im Anschluss wurde in der Sportlerklause gemeinsam gegessen, Nudeln mit Tomatensauce geht immer, egal woher man kommt. Am Nachmittag standen dann jeweils Turniere an, wo die Ergebnisse natürlich nebensächlich waren, das Miteinander stand im Mittelpunkt. Die älteren Kids kommunizierten teils in Englisch miteinander, die Jüngeren machten einfach das nach was der Vordermann mit dem Ball vormachte.
Warum ist das ein “Demokratie Leben” Projekt, oftmals sind Vorurteile und Berührungsängste ausschlaggebend für Ausgrenzung und Abneigung, die Möglichkeit über den Sport Begegnungen zu ermöglichen, gemeinsam aktiv zu sein und sich kennenzulernen ist eine tolle Sache. Gerade weil unsere Kommunen nicht weit von unserem Nachbarland Polen entfernt liegen, ist es uns wichtig, früh die Weichen für ein gelebtes Miteinander zu stellen. Wir wollen mit grenzübergreifenden Erlebnissen diese Dinge begegnen. Unsere polnischen Nachbarn stehen im Sport oft vor denselben Herausforderungen , finden von Ehrenamtlichen, Förderantragsmanagement, sportliche Ausbildung, Strukturen in einem Sportverein etc. Hier kann man sich gut Austauschen und von den Erfahrungen des jeweiligen Anderen lernen, auch bei grenzübergreifenden EU Projekten werden wir zukünftig versuchen gemeinsam an den Start zu gehen. Unter dem Motto
Sport verbindet – über Grenzen hinweg, mit Respekt, Fairness und Freude am gemeinsamen Spiel, wird diese Kooperation weitere gemeinsame Tage, nicht nur im Fußballsport bereithalten.
Einen großen Dank an Marcin von Rzepin für die Kooperation und Kommunikation, ein absolut positiv fußballverrückter Sportsmann.

